Otto

Einst sah ich das Foto einer riesengroßen Katze und verliebte mich sofort. Es zeigte einen roten Maine-Coon-Kater, der von seinem Besitzer stolz in die Kamera gehalten wurde. Maine Coons werden als „die sanften Riesen“ beschrieben. James und Nelly waren aber schon da und an eine dritte Katze dachte ich nicht, schon gar kein Rassevieh!

Es kam ganz anders. Ich belegte einen Tanzkurs, meine Tanzlehrerin züchtete Coonies. Wie das Schicksal es wollte, hatte sie gerade einen Wurf und Probleme damit, ihn zu vermitteln. Sie mochte sich einfach nicht vom Nachwuchs trennen und hatte auch mehrmals Interessenten abgelehnt. Sie wusste, dass ich Katzenfan schon zwei Katzen daheim hatte. Nachdem sie einmal mehr über ihr Misstrauen gegenüber den Interessenten berichtet hatte, endete sie glatt mit den Worten: „Aber du würdest sofort eine Katze von mir bekommen, ich hätte da einen Kater für dich“. Es kam, wie es kommen musste. Ich sah ihn mir an und die Sache war klar. James und Nelly bekamen kurz darauf einen Mitbewohner.

Nach anfänglicher Skepsis sind Otto und James heute die besten Freunde.

Otto ist anders. Er öffnet Türen, Schubladen, Schränke, „redet“ viel mit seinen Menschen, ist eine Diva und ein Schalk. Wegen ihm müssen wir immer die Haustüre abschließen. Heute ist der Kontakt zu seiner „Ziehmutter Iris“ leider abgebrochen, aber sie hat sich noch jahrelang nach ihm erkundigt.

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